Gelenksknorpel – Aufbau und Funktion
Um zu verstehen, wie ein Knorpelschaden entsteht und warum er die Beweglichkeit so massiv einschränken kann, hilft ein Blick auf die Anatomie unserer Gelenke: Der Knorpel ist eine Struktur, die die Gelenkflächen überzieht und so zwei Knochenstücke verbindet. Der gesunde Gelenkknorpel hat einen hohen Flüssigkeitsanteil und wird über die Gelenksflüssigkeit ernährt – er besitzt keine eigene Blutversorgung und regeneriert sich daher nur sehr eingeschränkt. Am Fuß und Sprunggelenk sind die gelenksbildenden Teile von Schienbein, Wadenbein und Sprungbein von Knorpel überzogen. Letzteres ist am häufigsten von einem Knorpelschaden betroffen. Ein solcher Knorpelschaden am Sprunggelenk führt oft zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und kann langfristig die Gelenkfunktion beeinträchtigen.
Wie entsteht ein Knorpelschaden am Sprunggelenk
Durch Krafteinwirkung im Rahmen einer Verletzung, etwa beim Umknicken, oder durch andere Ursachen, kann es zu einer Schädigung eines Teiles des Gelenkknorpels kommen.
Laut Studienlage sind bis zu 70 % der osteochondralen Läsionen am Talus auf ein Distorsionstrauma zurückzuführen. Besonders gefährdet sind sportlich aktive Menschen: In einer Metaanalyse liegt das Durchschnittsalter Betroffener bei rund 27 Jahren, etwa zwei Drittel sind Männer.
Ein Knorpelschaden am Sprunggelenk tritt häufig nach einem Umknicken oder einer Überlastung des Fußes auf, insbesondere wenn das Sprunggelenk geschwollen bleibt. Die Schädigung kann verschiedene Schweregrade (Stadien I–IV) einnehmen, wonach sich auch die adäquate Therapie orientiert. Unbehandelte Knorpelschäden können voranschreiten und mittelfristig zu einer kompletten Zerstörung des Gelenks mit Arthrose führen.
Präzise Diagnose mittels MRT bei Knorpelschaden am Sprunggelenk
Grundlage jeder erfolgreichen Therapieplanung ist eine gewissenhafte und detailreiche Diagnostik. Als Spezialist für Fußorthopädie setze ich in meiner Ordination bei Verdacht auf einen Knorpelschaden am Sprunggelenk primär auf die Magnetresonanztomographie (MRT). Diese gilt heute als der absoluter Goldstandard, denn die hochauflösende Bildgebung erlaubt es mir, nicht nur die genaue Lokalisation und das Ausmaß des Knorpelschadens exakt zu bestimmen, sondern auch den darunterliegenden Knochen sowie wichtige Begleitpathologien wie Bandinstabilitäten zu beurteilen. Um die knöcherne Situation unter natürlicher Belastung noch präziser zu analysieren, ziehe ich ergänzend oft eine digitale Volumentomografie (DVT) hinzu. So schaffen wir die perfekte Basis für Ihre maßgeschneiderte Behandlung.
Therapie von einem Knorpelschaden am Sprunggelenk
Bei einem Termin in meiner Private Practice berate ich Sie als Spezialist für Fußorthopädie gerne zu adäquaten Therapiemöglichkeiten bei Knorpelschäden am Fuß. Die Therapie eines Knorpelschadens richtet sich nach Schweregrad, Defektgröße, Lokalisation und den Ansprüchen des Patienten:
- Frühstadium (Stadium I–II): In einer frühen Phase Behandlung ohne Operation durch Entlastung, gezielte Physiotherapie und Spritzen direkt ins Gelenk zur Unterstützung der Knorpelheilung, Knorpelschutz-Spritzen mit Hyaluronsäure, Eigenblut-Therapie (PRP) und Stammzelltherapien
Bei konsequenter Behandlung laut Studien bei rund 45 % der Patienten erfolgreich. - Fortgeschrittenes Stadium: Hier kann eine operation notwendig werden. Als orthopädischer Fußchirurg führe ich diese unter Einsatz modernster Techniken durch – vorwiegend minimalinvasiv per Arthroskopie am Sprunggelenk („Schlüssellochchirurgie“). Je nach Befund kommen Knochenmarkstimulierende Verfahren, AMIC (Autologe matrixinduzierte Chondrogenese) oder Knorpel-Knochen-Transplantation zum Einsatz.
Durch meine Forschungsarbeit konnte ich diese Operationsmethoden weiterentwickeln. Ebenso führe ich modernste biologische Methoden mit Stem cell therapy durch an deren Weiterentwicklung ich ebenfalls beteiligt bin.
Was tun, wenn das Sprunggelenk geschwollen ist?
Ein geschwollenes Sprunggelenk nach einer Verletzung oder anhaltenden Belastungen sollte immer ernst genommen werden. Ein dauerhaft oder wiederholt geschwollenes Sprunggelenk kann auf einen Knorpelschaden im Sprunggelenk, eine Bandinstabilität oder eine beginnende Arthrose hinweisen. Je früher eine gezielte Abklärung durch einen Spezialisten für Fußorthopädie erfolgt, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Ausheilung ohne dauerhafte Gelenkschäden.
Als Wahlarzt-Orthopäde biete ich Ihnen umfassende Betreuung ohne lange Wartezeiten und individuell angepasste Therapiekonzepte. Mein Fokus liegt darauf, die Funktion Ihres Sprunggelenks wiederherzustellen und Ihnen eine schmerzfreie Mobilität zu ermöglichen. In meiner Ordination verbinde ich modernste Technologien wie die Arthroskopie am Sprunggelenk mit persönlicher Betreuung.
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